Die schönsten Safaris mit Kind in Uganda: das Reptile Village in Entebbe

titel2_safaris Uganda_Reptile Village Entebbe Chamäleon (c) www.JaegerDesVerlorenenSchmatzes.de

Dass wir das Reptile Village in Entebbe besucht haben, war Zufall – und ein absoluter Glücksfall. Wir haben in diesem Community-Projekt  viel gelernt, Spaß gehabt und mit unseren Eintrittsgeldern auch noch etwas Gutes getan.

Entebbe ist ein wohlhabender Vorort von Kampala, der auf einer Landzunge am Viktoriasee liegt und an dessen Rand sich der internationale Flughafen Ugandas befindet. Er ist die ideale Basis, um die erste oder letzte Nacht vor bzw. nach dem Langstreckenflug zu verbringen, denn man umgeht damit das Verkehrschaos in Kampala. Von unserer Unterkunft in Entebbe aus sind wir in gerade Mal zehn Minuten zum Flughafen gefahren. In die Hauptstadt sollte man wirklich nur reinfahren, wenn man sie erleben möchte.

Auch wir umfahren Kampala weiträumig, um von Jinja, dem letzten Stopp unseres Roadtrips, auf die andere Seite der Hauptstadt zu gelangen. Und geraten trotzdem in den Stau, der selbst die Zubringerstraßen verstopft. Wie wir uns so Meter um Meter voran tasten, eingezwängt zwischen Matatus und anderen Autos, zwischen die sich auch noch Boda Bodas quetschen, verpassen wir beinahe den Abzweig auf den sechsspurigen Expressway: Ein umstrittenes chinesisches Großbauprojekt, das erst wenige Monate zuvor eröffnet wurde. Die Schnellstraße ist so apokalyptisch leer, dass wir uns kurz in einer Szene von The Walking Dead wähnen. Nur dass hier keine Blätter über die Straße wehen und der Asphalt babypopoglatt ist.

Die letzte Nacht vor unserem Rückflug verbringen wir also in Entebbe, im großen Haus samt Garten unserer wunderbaren AirBnB-Gastgeberin Justine. Die kleine Co-Jägerin spielt glücklich mit Justines drei Kindern, wir Großen frühstücken ausgiebig und dann besuchen wir, völlig ohne Erwartungen, das Reptile Village, das ich auf Google Maps entdeckt hatte.

Und erleben eine riesige Überraschung: Das Community-Projekt ist zwar klein, aber wird mit umso mehr Enthusiasmus betrieben. Eine echte Empfehlung, wenn ihr in Entebbe noch ein paar Stunden Zeit habt und (mit oder ohne Kind) einen kleinen Ausflug unternehmen möchtet! Weiterlesen

Kochen, backen & räuchern am Lagerfeuer [mit Rezepten]

titel_Campingküche Lagerfeuer Räuchern Backen Kochen CANVA (c) www.jaegerdesverlorenenschmatzes.de

Was darf beim Campen nicht fehlen? Ganz klar: ein Lagerfeuer! Es gibt eigentlich nur eins, was das tiefenentspannte ins Feuer Gucken noch besser macht: gutes Essen am Lagerfeuer! Wir haben da ein paar erprobte Rezepte für euch – simpel, unaufwändig und soooo gut.

Lagerfeuer + Kinder + Stockbrot = Glück

Es gibt wohl kein Kind, das Stockbrot nicht liebt. Der Spaß geht los mit den Vorbereitungen: Feuerholz sammeln, Feuer machen (oder dabei helfen), einen passenden Stock suchen, die Spitze zurecht schnitzen. Dann endlich kann man den kaugummiartigen Teig drum herum wickeln und den Stock übers Feuer halten. Bei den Jüngeren ist die Ausdauer da leider oft schon zu Ende: „Papaaaaaa, kannst Du mal halten?!!“ Doch obwohl das Ergebnis meist ein außen verkohltes, innen noch rohes Etwas ist, an dem man sich mordsmäßig den Mund verbrennt, wird es restlos vom Stock geknibbelt und gegessen.

Eines Tages waren wir zu einer Gartenparty mit Lagerfeuer eingeladen und überlegten, was wir denn mitbringen könnten. „Stockbrotteig!“, rief die kleine Co-Jägerin sofort. Weil wir zu der Zeit ein bisschen süchtig nach Zimtschnecken waren, hatte ich plötzlich eine Idee: Wie wäre es, Zimtschneckenteig am Stock überm Lagerfeuer zu backen? Weiterlesen

Schöner Campen: Hier findet ihr (zT kostenlose) Stellplätze auf Bauernhöfen und in privaten Gärten

20170711_titel_Schöner Campen alternativ auf Bauernhöfen privat kulinarisch budget (c) Jäger des verlorenen Schmatzes

Ihr habt Lust auf Camping, aber nicht auf Campingplätze? Ihr wollt in die Natur und am liebsten dahin, wo sich die Leute nicht gegenseitig auf die Füße treten? Ihr wünscht euch einen Stellplatz mit viel Freiraum, um eure Kinder einfach mal ihr Ding machen und spielen zu lassen?

Wenn die Jäger des verlorenen Schmatzes mit dem Bulli oder Zelt unterwegs sind, sei es nun übers Wochenende oder länger, dann campen wir gerne so naturnah wie möglich. Als Ausblick vor unserem Zelt mögen wir lieber Wiesen, Felder und Wälder als den Zaun und die Satellitenschüssel des Dauercampers gegenüber. Parzellierte Campingplätze, auf denen man dicht an dicht steht, sind für uns das Grauen.

Weil freies Campen leider nicht überall so wunderbar einfach ist wie etwa in Bosnien oder Montenegro, gibt es inzwischen einige Communities und Anbieter, die Campen auf Privatgrundstücken, auf Bauernhöfen und in Vorgärten ermöglichen. Offenbar teilen doch so einige Menschen unsere Sehnsucht nach „wildem“ Camping 🙂 Weitere Pluspunkte: die meisten Stellplätze sind ein Traum für Kinder (zumindest, wenn man darunter nicht Spielplatz, Pool und Animation versteht), sie sind üblicherweise ziemlich günstig und man lernt dort oft die nettesten Menschen kennen.

Weil die Ferien vor der Tür stehen, fassen wir heute mal die uns bekannten Anbieter für Camping „wie bei Freunden“ in einem Blogpost zusammen. Diese Art zu Campen ist übrigens ideal für Kurzentschlossene!

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Die schönsten Safaris mit Kind in Uganda: Ziwa Rhino Sanctuary

Ziwa Rhino Sanctuary Safari mit Nashörnern Uganda Afrika mit Kind

Auf unserem vierwöchigen, individuellen Roadtrip mit Kind durch Uganda haben wir einige Nationalparks besucht. In dieser Serie stellen wir euch unsere Favoriten vor, die wir für eurer Reiseplanung mit und ohne Kind empfehlen können. 

Zu Fuß auf Nashorn-Safari?!?! Ist das nicht lebensgefährlich?!! Diese Frage wurde uns nach unserer Rückkehr sehr oft gestellt. Und ganz ehrlich: Wir haben uns das vorher auch gefragt. Kann man sich wirklich so ganz ohne Schutz diesen mächtigen Tieren nähern, die den Menschen bei einer zufälligen Begegnung in freier Wildbahn durchaus gefährlich werden können?

Ja, man kann. Und es ist nicht nur nicht gefährlich, sondern eine wunderschöne, berührende Erfahrung! Vor allem, wenn ihr Uganda mit Kind bereist, ist das Ziwa Rhino Sanctuary unsere absolute Empfehlung. Aber auch für uns Erwachsene war die Begegnung mit den Dickhäutern ein unvergessliches Erlebnis.

Und warum ist es nun ungefährlich, zu Fuß durchs Nashorn-Territorium zu spazieren? Oder lasst es mich so formulieren: Warum hält sich das Risiko, dabei verletzt zu werden, in Grenzen, wenn man sich so verhält, wie es die Ranger einem erklären und vormachen? Nicht dass uns hier nachher jemand verklagt, der einem Nashornbaby mit der Kamera auf die Pelle rückt und sich anschließend wundert, warum ihn die Mama aufs Horn nimmt… Ihr sagt jetzt, sowas macht doch niemand, so doof ist doch keiner, aber wir haben da schon Leute erlebt, die in Kanada den Bären…..aber lassen wir das 😀

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Die schönsten Safaris (mit Kind) in Uganda: Reitsafari im Lake Mburo Nationalpark

Reitsafari im Lake Mburo Nationalpark Uganda Pferd und Reiterin mit Zebras

Auf unserem vierwöchigen, individuellen Roadtrip mit Kind durch Uganda haben wir einige Nationalparks besucht. In dieser Serie stellen wir euch unsere Favoriten vor, die wir für eurer Reiseplanung mit und ohne Kind empfehlen können. Teil 2: der Lake Mburo Nationalpark. 

Es kribbelt in meinem Bauch, als ich den Weg aus festgetretener roter Erde hinunter laufe: von der Lodge, die oben auf den Felsen thront, mit weitem Blick über den Lake Mburo Nationalpark, zu den Stallungen, wo mich Nicolas, der Herr über die Pferde, zur Reitsafari erwartet. Gleich hinter den Ställen, nur durch einen Holzzaun getrennt, schließt sich die Ebene an, über die grasende Zebraherden und Gazellen ziehen, Warzenschweinfamilien mit in die Höhe gereckten Kringelschwänzchen flitzen, Affen durch die Bäumen hangeln und Erdhörnchen vorwitzig aus dem Boden lugen.

Der Lake Mburo Nationalpark selbst beginnt etwa zwei Kilometer weiter. Der Parkeingang wird durch ein Tor markiert, das über eine rote Lehmpiste gebaut wurde. Man kann es oben, von der Lodge, sehen. Ein wenig verloren steht es mitten in der Landschaft, man könnte auch einfach links oder rechts daran vorbei fahren. Tut man natürlich nicht, sondern hält an dem kleinen Häuschen neben dem Tor an, plauscht ein wenig mit dem diensthabenden Ranger des Nationalparks, füllt ein paar Formulare aus und zahlt den Parkeintritt. Was hier übrigens mitten in der ugandischen Savanne problemlos mit Kreditkarte möglich ist.

Weil der Lake Mburo Nationalpark nicht eingezäunt ist, werde ich von einem Mitarbeiter der Lodge zu den Ställen begleitet, denn die Tiere laufen hier völlig frei herum – und manchmal auch bis vor die Unterkünfte der Gäste. Außer einem alten Löwen, einem Einzelgänger ohne Rudel, gibt es zwar keine Raubtiere im Lake Mburo Nationalpark – das ist mit ein Grund, warum dies der einzige Nationalpark Ugandas ist, in dem man reiten kann. Aber auch ein Büffel kann gefährlich werden, wenn man ihm (ungewollt) zu nahe kommt.

Und deshalb bin ich ein bisschen kribbelig, als ich mich bereit mache für die Safari zu Pferd. Wie das wohl ist, inmitten von wilden Tieren, die man sonst nur aus dem Zoo kennt, zu reiten? Und was machen wir, wenn der alte Löwe uns doch begegnet? Weiterlesen